Jan 05 2011
Glühkerzen wechseln nur bei Dieselmotoren erforderlich
Glühkerzen sind elektrische Heizelemente, die sowohl in Fahrzeugmotoren als auch in modernen Gas- und Ölheizungen vorkommen. Zum Einsatz kommen Glühkerzen nur kurzzeitig beim Start durch elektrische Beheizung.
Überwiegend werden Glühkerzen als Kaltstarthilfe für Dieselmotoren bei niedrigen Außentemperaturen eingesetzt. Der beim Starten in den Motorenbrennraum eingespritzte Dieselkraftstoff entzündet sich nicht so problemlos wie Benzin. Zur Unterstützung werden die Glühkerzen eingesetzt, um die komprimierte Luft in den Zylindern des Motors zu erhitzen. Dadurch wird der Startvorgang beschleunigt. Unterschieden wird zwischen Bordspannungs-Glühkerzen (11 Volt) und Niederspannungsglühkerzen (weniger als 11 Volt). In älteren Dieselfahrzeugen musste bis zu einer Minute vorgeglüht werden. Um ein ähnliches Startverhalten wie bei Benzinmotoren zu erreichen, werden in modernen Autos keramische Glühkerzen eingesetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Metall-Glühkerzen erzeugen diese in kürzester Zeit Temperaturen von bis zu 1.300 Grad Celsius.
Die Wartungsintervalle für Glühkerzen sind von der jährlichen Fahrleistung und dem Fahrzeugtyp abhängig. Glühkerzen wechseln die Fachwerkstätten im Rahmen der Inspektionen in vorgeschriebenen Zeitabständen. Moderne keramische Kerzen haben eine Lebensdauer von über 100.000 km. Der Wechsel ist auch in Eigenleistung möglich, dazu sind gute Kenntnisse des Motoraufbaus erforderlich. Probleme mit den Zündkerzen zeigen sich in einem schlechten Kaltstartverhalten, sehr oft fallen einzelne Zylinder des Motors aus, verbunden mit einer unruhigen Laufkultur. Ist ein Glühkerzenwechsel erforderlich, müssen mit rund 15 € Materialkosten pro Kerze gerechnet werden, hinzu kommen die Werkstattkosten.